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Zwischenstopp

May 15th, 2009 X

Neulich verwunschdenkte ich mich in Twitter: “Ein gutes Gefühl, nach 14 Monaten der Pendelei langsam wieder zur Ruhe zu kommen.” stand da. Pustekuchen — 15 Monate sind’s gewesen. Ein Rechenfehler, der angesichts meiner Inkompatibilität zur Mathematik nicht weiter verwundern sollte. Und eigentlich ist es ja auch nur ein kleiner Unterschied. Fast winzig. Doch mir als passioniertem Schwarzseher (nicht das, was Sie jetzt denken) ist klar: Es geht wieder los. Die Verklärung setzt ein, früher als erwartet. Dieses süße Halb-Vergessen macht aus Monaten der Qual, Stunden der Pein und zahllosen “warum ich?”-Gedanken einen Erinnerungsbrei aus “Ach, war ja eigentlich ganz nett”.

Doch es war nicht nett, auch nicht eigentlich. Mitpendler Simon Fistrich war nett — zumindest bis ich feststellte, dass der Schuft über die Monate hinweg akribisch sämtliche schwer einsehbaren Stauräume meines Wagens mit Abfällen auspolsterte. Und das, wo ich mir meinerseits in seinem fahrbaren Untersatz schon bei einer liegengelassenen Dose Red Bull erboste Blicke einfing. So sind sie halt, die Online-Redakteure — hinterlassen überall ihre Spuren und achten vorrangig im eigenen Forum auf die Netikette. Aber ich schweife ab.

Das tägliche Pendeln zwischen Würzburg und Nürnberg jedenfalls war ganz großer Mist. Nicht etwa, weil mich die Fahrerei gestört hätte. Sicher, auf einige der versuchten Mordanschläge durch denkbefreite Kolonnen-Überholer hätte ich verzichten können. Viel schlimmer aber war der Zeitverlust. Ich war selten vor 21 Uhr daheim. Und wenn ich erst um 21 Uhr von der Arbeit zu Hause aufschlage, habe ich keine Lust mehr auf nix. Zumindest auf nix Nützliches. So verschoben sich Tätigkeiten wie der wöchentliche Einkauf oder vereinzelte Hausarbeiten, zu denen sogar ich mich in handverlesenen Momenten motivieren kann, geschlossen auf die Samstage — die damit ihre beruhigende und entspannende Wirkung verloren. Was wiederum jedes Wochenende ruinierte, denn die bestehen ja nur aus Samstagen. Sonntage kann ich nämlich schon seit Jahren nicht mehr ernst nehmen. Was soll man auch von Tagen halten, die sich jede Woche als letzte Hoffnung der Menschheit dem Montag stellen und mit Pauken, Trompeten und klingelnden Weckern untergehen?

So sehr ich Umzüge auch hasse, und so ungern ich mich eigentlich wieder im Fürth-Nürnberg’schen Städtebrei niederlassen wollte — scheiße, war das eine gute Entscheidung. Morgens länger schlafen und Zeit haben, sich daheim die Lippen am ersten Kaffee zu verbrennen. Abends endlich ein wenig früher zu spät daheim sein. Sogar meine WoW-Spielstunden haben sich seit Beginn der X-Fire-Zeitrechnung wieder erholt. Pghvn lök,sdyÄÖ‘_saxthslükjwgwe ölksdgflökj owpiethjopifsdopkjwetiopwqopüksdaopükfsaplkgsdlkjpöwetrgä# Q!^§$%“!IOPJRGEOPKJNLFDBLKMN ERWQIOPWERQ

Verzeihung, da krabbelte gerade eine Spinne über die Tastatur. Jetzt krabbelt sie nicht mehr.

Was ich eigentlich sagen wollte: Hallo Nürnberg!

Categories: In Eigener Sache
  1. June 2nd, 2009 at 10:01 | #1

    Great post! Just wanted to let you know you have a new subscriber- me!

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